Sonntag, April 08, 2007

Olf Zuckowski

Soeben habe ich beim Schreiben meiner Diplomarbeit zum ersten Mal etwas gelernt. Dieses neugewonnene Wissen möchte ich der Menschheit nicht vorenthalten und darum erkläre ich jetzt einmal, was ein Olf ist, oder besser, ich lasse Wikipedia das erklären:

Das Olf, abgeleitet vom lateinischen Wort für Geruchssinn = Olfactus, ist eine Maßeinheit zur Bewertung der Stärke einer Geruchsquelle. Ein Olf ist die Geruchsbelastung, die von einem Normmenschen (erwachsene Person mit einem Hygienestandard von 0,7 Bädern pro Tag, 1,8 m² Hautoberfläche und bei sitzender Tätigkeit) ausgeht. Erfasst werden jedoch nicht nur Gerüche von Lebewesen (Menschen, Tiere, Pflanzen), sondern auch Ausdünstungen von Baustoffen u.ä. (vgl. Sick-Building-Syndrom). Gemessen wird die Geruchstärke durch speziell geschulte Testpersonen, die die Intensität des Geruchs im Vergleich zu genormten Geruchsquellen erschnüffeln.


Ja, so ist das. Das Olf. Meine erste Frage wäre, ob ich mit einem Hygienestandard von 1,0 Duschen pro Tag, unbekannt großer Hautoberfläche und sitzender Tätigkeit die Umwelt mit weniger Geruch belaste, als der Rest der Menschheit. Da ich dann ja scheinbar 1,43 mal mehr hygienisch bin als der Normmensch müsste ich ja auch nur 0,7 Olf absondern. Könnte ich dann mit jemandem in einem Raum sein, der unhygienische 1,3 Olf verstinkt und es würde sich ausgleichen? Würde man das merken? Würde mich der normale 1,0 Olfer eigentlich riechen können, wo er doch schon mehr Geruch absondert als ich? Und dann ist da noch diese Vergleichstabelle, die mich noch mehr begeistert und vor noch mehr interessante Fragen und Theorien stellt:

Person (ruhend): 1 olf
starker Raucher: 25 olf
Athlet nach dem Sport : 30 olf

Hieße das dann, dass ich als klassischer 0,7 Olfer mich etwa 36 Tage nicht duschen müsste, um auf den Geruchspegel eines Rauchers zu kommen und gar 43 Tage, um an einen Athleten heranzureichen? Man müsse es mal auf einen Versuch ankommen lassen. Also olfaktorische Grüße an die lieben Raucher und die lieben Athleten, demnächst lieber ein wenig Abstand halten, sonst wird zurückgestunken, mit der Zeit.

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