Samstag, Juli 28, 2007

Gesehen & Gemocht

This Is England. Großbritisches Kino macht momentan Spaß.

Freitag, Juli 27, 2007

The Myspace Whore

Hehe. Die und mehr gibts auf yourscenesucks.com.

Minorpixel

Michal Daniel widersetzt sich dem Megapixelwahn und fotografiert alles in 640x480 - mit seinem PDA. Mehr gibt es hier.

we have decided not to die



Schon älter, fiel mir grad wieder ein. Hatte bisher nur den Trailer gesehen. Quali (und aspect ratio?) zwar nicht ganz prima, aber was soll man machen?

Donnerstag, Juli 26, 2007

Googlezilla vs. Metasaurus

Wenn man auf GoogleVideo eine Dokumentation über Google findet, dann erwartet man ja eigentlich Masturbation vorm Spiegel. Wenn das aber nicht so ist, weil Kritik zunächst nur durchscheint und hinterher die Moral von der Geschichte wird, sind dann die Vorwürfe gegenüber Google entkräftet - also weil man sie über GoogleVideo sehen kann? Und wenn ich jetzt auf einem Blog, das ebenfalls zu Google gehört, darauf verlinke - was ist dann?

Aber bevor sich meine Gedanken auf irgendeiner dieser Metaebenen verlieren lieber schnell die Doku, die - obgleich kritisch - einen enormen Wunsch weckt, bei Google zu arbeiten (und sich dafür einen Hund anzuschaffen).

Mittwoch, Juli 25, 2007

Kein Scheiß, Mann!

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Alle Welt fährt in die tollsten Urlaube, während ich nur Balkoniens Geranien sehe, weil entweder kein Geld da ist oder niemand, mit dem sich meine Vorstellungen eines Aufenthaltes fern der Heimat auch nur ansatzweise überschneiden. So weit, so normal.

Richtig schlimm wird es aber immer dann, wenn man später versuchen soll, an den "einmaligen" oder "wunderbaren" Reisen der zumeist einige Noten dunkler ("Aaaach, sag mal bist du braun geworden?") gewordenen Heimkehrer teilnehmen soll. Früher versammelte man sich dann immer um irgendwelche Fotoalben oder - im schlimmeren Falle - lose herumgereichte Bilder aus DM-Papiertüten, bei denen dann immer besonderer Wert auf Ordnung ("Pass mir aber auf die Reihenfolge auf, ja?" oder "Aber immer schön am Rand anfassen - ich hab die ja in glänzend genommen.") gelegt wurde.

Mittlerweile hat sich dieses Ritual ein wenig geändert und statt des gemütlichen Herumreichens drängen sich Familie und/oder Besucher nun um Bildschirme von Computern, Notebooks, Fernsehern oder sogar den der Digitalkamera selbst ("Ich hab die Bilder noch immer auf'm Chip." oder "Oh, da ist ja auch noch Weihnachten mit drauf.").

Nicht geändert hat sich aber, dass die Bilder meist irgendwelche Schnappschüsse rund um den Weg vom Hotel zum Strand, den Strand selbst, das Meer, den Rückweg, die abendliche Bar und das sonnenversengte Gesicht des jeweiligen Urlaubs- oder Lebenspartners zeigt ("Irgendwie ist Papa nie drauf."), der sich überall ins Bild geschlichen hat.

Dazu dann Informationen von großem Nutzen ("Hier haben wir Abends ein Bier getrunken") oder die wertvolle Lehrstunde in Geografie ("Könnta jetzt nicht auf dem Bild sehen, aber da hinten ist das Meer.").

Und auch wenn moderne Digitalkameras eigentlich darauf ausgelegt sind, Bilder zu erzeugen, die durch kräftige Farben und guten Kontrast bestechen (neben ganz ganz ganz vielen MEGApixeln) und kleine Computer schon während der Aufnahme bemüht sind, größere Patzer auszugleichen, so schaffen es einige doch immer wieder nur Mist zusammenzufotografieren. Meist sind das dann auch jene, die nachträgliche Bildbearbeitung scheuen ("Da hab ich vom Stefan so ein Programm gebrannt bekommen, ist aber vieeel zu kompliziert") und ihre Fotografie einfach zur Kunst erklären ("Ich will ja auch gar kein Fotograf werden, so wie du - sei mal nicht so kritisch."). Diesen Menschen folgende Botschaft:


Äähh... genau. Denn: Dieses Bild habe ich - es zählte hier eher Botschaft als Ergebnis - mit Picnik bearbeitet. Picnik ist Onlinebildbearbeitung in wunderschön und kinderleicht zugleich. Alles aufgeräumt und ordentlich dargestellt, die Knöpfe da wo sie hingehören und ein Funktionsumfang, der vollkommen ausreicht um etwa den Daumen ("Keine Ahnung wie der immer da drauf kommt.") herauszuschneiden oder den Horizont beim lieblichsten aller Sonnenuntergänge vom Verdacht zu befreien, man könne Seifenkistenrennen auf ihm austragen. Ausprobieren, mögen, supadupa.

Natürlich ist dann noch immer nicht das Problem der gestohlenen halben Stunde gelöst, in der ich mir all diese Erlebnisse anhören muss, die Neid erzeugen sollen, bei mir aber Fluchtgedanken hervorrufen. Daher folgender Vorschlag: Man schenke mir demnächst einfach ein Urlaubsfotobuch von blurb und alle sind zufrieden. Die sehen ungemein schick aus und füllen die leeren Regale mit Papier gewordener Erinnerung.

Was gibt es noch zu sagen? Achja...

Dienstag, Juli 24, 2007

Gesehen & Gemocht

Wenn ein sehr guter Kurzfilm nachträglich noch zu einem vollen Featurefilm aufgeblasen wird, hört sich das zunächst seltsam an, lohnt sich aber. Cashback (ich hatte ja den Kurzfilm dereinst empfohlen) vermag auch über die volle Länge die sich bereits abzeichnende Atmosphäre und Genialität der Kamera beizubehalten. Die Story wirkt ein wenig mit der heißen Nadel gestrickt, ist aber grundsolide. Auch wenn ich ihn schon einmal verlinkte: Hier nochmal die Kurzversion.

The French Disconnection


Und sie dreht sich doch - nicht. Man sollte sie alle verhauen. Oder wenigstens die 56 Prozent.

Mittwoch, Juli 18, 2007

大跃进/大躍進

Der Große Sprung nach vorn (symbolisches Foto): Soeben letzte Hausarbeit des Lebens abgeschickt. Alles fertig! Ich auch! Nie wieder lernen - wenn alles klappt! Yeah!

Dienstag, Juli 17, 2007

Slimer

Die letzte Hausarbeit mausert sich mehr und mehr zu einem fiesen Schleimmonster, dass nicht zu besiegen ist, weil es alle Energie einfach absorbiert um noch stärker zu werden. Hätte Herr Nobel seinerzeit einen Preis für Unausgeschlafenheit und Scheißaussehen ausgelobt, so wäre ich ein perfekter Anwärter.

Murder By Death - Until Morale Improves, The Beatings Will Continue

Mondenkind

Ich wusste nicht, dass Franzosen so klingen können wie Skandinavier, Kanadier, Isländer oder Schotten. Ich ahnte nicht, dass sie überhaupt derart schön musizieren. Noch überraschter war ich jedoch von der Tatsache, dass sie dazu noch ganz wundervolle Videos zaubern können. Nur dass die Sonne ein Mistvieh ist, stand schon lange fest.



Kwoon - I Lived On The Moon

Donnerstag, Juli 12, 2007

Museum of modern fart

Weil es grad zum Thema passt: Cursive mit Art Is Hard.

Schlamassel in Kassel

Ich mag ein Kunstbanause sein, doch du, liebe zeitgenössische Kunst hast mich auf meiner ersten – und womöglich auch einzigen – documenta arg enttäuscht. Sicher, ich bin nicht davon ausgegangen, alles zu mögen oder zu verstehen. Meine einzige Hoffnung waren ein paar Sachen, bei denen ich sagen könnte: „Hey, das ist gut/schön/nett/interessant/wunderbar oder abstoßend/schrecklich/eklig/anstößig, da möchte ich mehr drüber wissen!“ Stattdessen das Klischeebild von moderner Kunst (schwarzer Strich auf weißem Grund) und Bilder von Menschen, die Dinge in den Allerwertesten bekommen, während außen herum herausgerissene Augen liegen.

Apropos Augen: Ein Augenzwinkern hat gefehlt. Ein wenig Selbstironie, Verspieltheit, Verrücktes. Stattdessen das Meiste bierernst. Ebenso die Besucher. Ob betagtes Rentnerehepaar, knochige Mittvierzigerfrau mit ganz frisch geschnittener Kurzhaarfrisur, Mittfünfzigermann mit Zopf und Ziegenbart oder auch junge, zumeist weibliche(recht hübsche, aber auch sehr entrückte) Besucher blickten alle drein wie sieben Tage Regenwetter. Die gab es ja auch, aber lag es daran? Ich zweifle.

Vermutlich hätten die überall herumstehenden Ordner, die sich immer leise an die Besucher heranpirschten um dann ein „Bitte nicht anfassen!“ zu säuseln, auch jeden freundlich, oder gar belustigt dreinblickenden Besucher im gleichen Flüsterton auf das herrschende Lachverbot aufmerksam gemacht. Aber es bestand ja, wie gesagt, auch gar keine Gefahr.

Natürlich muss man Kunst – oder das was andere als Kunst definieren – auch wirken lassen, aber sich darum vor jedem Kunstwerk minutenlang hinsetzen, bis man irgendein Gefühl dort herausziehen kann? Oder sich all die Erklärungsversuche der Künstler („Der eine Strich steht für die Kunst und der Andere für die Gesellschaft – da in der Mitte kreuzen sie sich…“) durchzulesen? Da sagt der Banause entsetzt: Bitte nicht! Kein größeres Verbrechen als der Versuch von Kunsterklärung. Das soll doch dann bitte ein jeder selbst hinbekommen - oder eben nicht.

Der Banause ruft auch nicht quer durchs Treppenhaus ob man den XYZ dort oben gesehen habe, der ja einen unglaublich tollen Rahmen habe. Der Banause erzählt auch nicht begeistert davon, dass das jetzt gerade seine Lieblingsinstallation ist, obwohl ja sehr sehr plakativ, weil es da diese wunderbaren Großaufnahmen der menschlichen Nase mit einer Wackelvideokamera gibt. Das tut der Banause nicht. Der Banause fragt sich jedoch, was jene Mittzwanzigerin, die diesen letzten Satz aussprach, wohl zu den Fotografien sagen würde, die er stets und überall anfertigt und überlegt heimlich, ob er nicht einfach mal eine Ausstellung mit eigenen Werken eröffnen solle um dann den Menschen zu lauschen, was sie alles in seine Schnappschüsse hineinsehen wollen.

Wo wir schon bei Fotografien sind: Ein Thema wo ich denke, mich ein wenig auszukennen. Also auch bewerten zu können, ob das jetzt wirklich ein gutes Foto oder Gruselschund ist. Ich will mir da keine allzu großen Kenntnisse zuschreiben, aber sagen wir, dass es mehr ist, als bei vielen Anderen. Naja. Also zurück zum Thema: Es war kein Gruselschund, aber richtig gute Fotos habe ich – mit einer Ausnahme - nirgends gesehen. Mag daran liegen, das die Leute sich Künstler nennen und nicht Fotograf. Mag auch daran liegen, dass der Rest der zusammengehäuften Monokultur eher im unteren Durchschnitt des großen Meeres der zeitgenössischen Kunst dümpelt. Das aber ist ein Verdacht, zu dessen Erhärtung mir die nötigen Titel und Fachausdrücke fehlen.

Doch zum Glück bin ich nicht alleine, mit meinem Banausendasein. Da gibt es noch viele mehr. Die haben nur versucht, es niemanden merken zu lassen. Woher ich das weiß? An dieser Videoinstallation, wo kleinen chinesischen Kindergesichtern in Nahaufnahme aus dem Off ein halbes Glas Milch über Wangen und Mund gespritzt bekommen, an dieser Videoinstallation, da standen zwei Väter, die laut lachten und meinten, dass sie dass unbedingt auch mal mit ihren Sprösslingen tun sollten. Da war klar, dass es noch größere Banausen gab und ich musste mich wirklich zusammenzureißen, sie zu fragen, ob sie denn nicht verstanden hätten, was eben jene weiße Flüssigkeit auf Kindergesichtern wohl noch so alles darstellen könnte.

Also, zeitgenössische Kunst, ich kann dir ja keinen Vorwurf daraus stricken, dass ich dich in der Kasseler Version deiner Selbst nicht mögen konnte. Aber ich bin gern bereit, dir noch eine Chance zu geben, wenn du mir auch eine gibst, Banause hin oder her.

Bis es aber so weit ist, zunächst noch einige Fotos.

















Mittwoch, Juli 11, 2007

Sommer





Nach Beschwerde hier die Alternative für ruhigere Zeitgenossen:

Donnerstag, Juli 05, 2007

Gesehen & Gemocht

Mögen kann man so einen Film natürlich nicht. Dennoch zeichnet er ein interessantes Bild der Umstände, die eine Gesellschaft so in Schieflage geraten lassen, das am Ende Sätze gesagt werden wie:
"...whether it is in a house, a room, and there are civilians and children, I will blow myself up. I will not feel sorry for any Israeli child and will not regret even if it is a nursery full of kids."

Weniger toll ist der zu Teilen etwas reißerische Stil (Explosionsgeräusche im Hintergrund von Interviews) und die Tatsache, dass die Hintermänner nur in Fernsehausschnitten gezeigt werden. Dennoch sehenswert:

Suicide Killers

Rock around the blog

Ich möchte kurz auf eine technische Neuerung hinweisen. Da rechts am Rand tummelt sich nun, als Ersatz für das last.fm-Plugin, ein wunderbarer Musikspieler, der nur die besten Stücke der tollsten Kapellen enthält und noch enthalten wird.

Mittwoch, Juli 04, 2007

Mannschaftsmorph

Als ich gestern eine Fußballmannschaft fotografieren sollte, also möglichst schnell, möglichst von vorn und möglichst ohne lächeln, da kam mir folgende Idee:




Das sieht natürlich bei mir in besserer Auflösung und mehr Frames deutlich schicker aus...na, ich empfehle mal den Vollbildmodus.

Montag, Juli 02, 2007

Nils J. Rupert


So. Jetzt gehe ich nach Springfield zum einkaufen. Selber Avatare bauen kann man hier.

Montagsmusik

Musik für Montage von Sir Simon Battle, die ich ja schon einmal empfahl. Montagsmusik für solche wie mich, die sich dadurch ein klein wenig besser fühlen, auch wenn sie von Zugfahren nur wenig verstehen und noch immer bar bezahlen. Eine Hausarbeit noch, dann bin ich arbeitslos und im Bloggarten ist wieder Aussaat.



Sir Simon Battle - Creditcards And Trains