Planet der Affen
Als ich vorhin auf dem Parkplatz des Kaufhauses hinter dem Fitnessstudio stand, da freute ich mich über den Regen, der in dicken Tropfen auf mein noch heißes Gesicht prasselte, es kühlte und wusch, was hier und jetzt besonders nötig war. Der Regen reinigte mich von meinem Wochenende, von drei Tagen in Männerwelten, in die ich nicht zu passen scheine.
Samstag waren es betrunkene, gewaltbereite Hardcore-Kids im Ruhrgebiet, deren Uniformität und Kreativlosigkeit bei ihren Tänzen mich, zusammen mit dem Rumgepose und einer grundsätzlich menschenverachtenden Attitüde, immer mehr erschreckten.
Sonntag waren es betrunkene, laut schreiende Fußballfans der unteren Ligen, bei denen zwischen Wut auf Schiedsrichter und Spieler auch rassistische Rufe über das Spielfeld schallten. Auch die Spiele selbst sind nicht schön anzusehen. Ein Best of Brutal:
Montag war es das Fitnessstudio, wieder fast nur Männer, wieder testosterongeschwängerte Luft. Gewichte stemmen, Gewichte vergleichen, stiller Wettbewerb. Als sich der Freund des Mädchens, welches sich an das Gerät neben mich setzte, zwischen uns stellte und die Arme vor der Brust verschränkte, musste ich aufpassen, nicht zu lachen.
Nun soll es die ganze Woche regnen. Das ist schön.










